Ruhpolding 2013 – Staffel der Männer

Staffel der Männer – 10. Januar 2013

Frankreich (S. Fourcade, J. G. Beatrix, A. Boeuf, M. Fourcade) hat den Staffelwettkampf in Ruhpolding gewonnen. Auf den weiteren Plätzen folgten Norwegen (L. H. Birkeland, T. Boe, H. L´abee-Lund,  E. Svendsen) und Österreich (S. Eder, F. Pinter, D. Landertinger, C. Sumann.

Nachdem Andi die bisher durchgeführten Staffeln in Hochfilzen und in Oberhof wegen gesundheitlicher Probleme absagen musste, war es nun endlich soweit. Bei seinem Heimweltcup in Ruhpolding konnte er endlich starten. Er nahm dabei die schon gewohnte zweite Startposition ein, obwohl in den vorangegangen Staffeln ein Einsatz als Schlussläufer geplant war.

Die Chiemgau Arena war mit 15.000 gut gelaunten Biathlonfans prall gefüllt. Das Wetter war eher unangenehm. Leichter Nieselregen machte die Strecke extrem weich und so musste sogar die Streckenführung leicht geändert werden. Auf der Startposition ging wieder einmal Simon Schempp in den Wettkampf. Bei der Staffel in Oberhof lief es nicht so gut für Simon, also hieß es nun an die Staffel von Hochfilzen zu denken, denn da lief es optimal. 0/0 im Schießstand und eine ordentliche Laufleistung so wünschten sich das auch heute vor allen die begeisterungsfähigen Zuschauer im Stadion.

Von Beginn an ging es „ordentlich zur Sache“. Bei 26 teilnehmenden Staffeln war es natürlich sehr wichtig frühzeitig vorne dabei zu sein. Simon Schempp gelang das bis zum liegenden Anschlag sehr gut. Ein Nachlader sorgte dafür das die Deutsche Mannschaft erst einmal auf den 12. Platz zurückfiel. Die Abstände waren aber sehr gering und zum zweiten Schießen war der Rückstand schon wieder aufgeholt. Ein weiterer Nachlader beim stehenden Anschlag blieb ohne Auswirkung. Simon ging mit geringem Rückstand in die dritte Runde. Zum Wechsel kamen acht Nationen nahezu Zeitgleich. Simon Schempp übergab als führender an Andi Birnbacher.

Als Andi in die Loipe ging setzte leichter Schneefall ein. In der Spitzengruppe waren alle „Top Nationen“ dabei. Russland, Norwegen, Frankreich, Schweden, Österreich, Slovenien. Zum ersten Anschlag kam Andi als führender und räumte alle Scheiben ohne Nachlader ab. Irgendwie fehlte aber eine Patrone und so verschenkte Andi ein paar Sekunden. Mit 1,5 Sekunden Rückstand ging er als dritter wieder in die Spur. Die Top Nationen zeigten keinerlei Schwächen und so kam die Spitzengruppe auch geschlossen zum zweiten Anschlag. Hier demonstrierte Andi seine „Sonderklasse“. Als einziger der Spitzengruppe blieb er auch beim stehenden Anschlag ohne Nachlader und ging als führender in die Schlussrunde. Bei immer stärker werdendem Schneefall verließen Andi nach der überstandenen Viruserkrankung langsam die Kräfte. Zudem hatte er wohl auch noch ein wenig Pech bei der Wahl der richtigen Ski. Auf Position drei liegend übergab er an Arnd Peiffer. Das Teilnehmerfeld lag weiter eng zusammen.

Die letzten Staffeln liefen nicht immer ganz rund bei Arnd Peiffer und langsam baute sich schon ein bisschen Verunsicherung auf. Beim liegenden Anschlag benötigte Arnd einen Nachlader und handelte sich einen Rückstand von 11,7 Sekunden ein. Frankreich und Österreich übernahmen vorerst die Führung. In der Loipe konnte Arnd den Rückstand leicht verkürzen und am Schießstand holte er sich das angeschlagene Selbstvertrauen wieder zurück. Mit einem Nuller und ohne Nachlader verließ er als vierter den Schießplatz. Nun jagte er Landertinger, Boeuf, und L´abee-Lund hinterher.

Beim letzten Wechsel lag Deutschland mit 5,1 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz. Ein bislang ausgeglichen guter Wettkampf der DSV Athleten. Wie kann Erik Lesser nun gegen Sumann, M. Fourcade und Svendsen bestehen? In der Loipe passierte vorerst nichts. Zum liegenden Anschlag kamen alle vier Athleten gemeinsam. Erik Lesser blieb “kalt wie eine Hundeschnauze“ und verließ ohne Nachlader als erster den Schießstand. Nur Christoph Sumann zeigte Nerven und fiel durch drei Nachlader etwas an Boden. Das letzte Schießen sollte den „Show-down“ bedeuten. Und auch hier ließ Erik Lesser sich von den Top Athleten nicht erschrecken. Fünf weitere Treffer sorgten für eine absolute Weltklasseleistung am Schießstand. Reicht nun auch noch die Kraft um in der Loipe zu bestehen?  Nein…… Martin Fourcade war von vornherein nicht zu bezwingen und das Athleten wie Christoph Sumann und Emil Hegle Svendsen noch vorbeigehen ist keine Schande!!!!

 

Am Ende reichte es trotz einer „Super Mannschaftsleistung“ leider nur zum vierten Platz.

1. Frankreich  (0+3)
S. Fourcade (0/0), J. G. Beatrix (0/2), A. Boeuf (0/1), M. Fourcade (0/0)
2. Norwegen      (0+8)   (+9,4)
L. H. Birkeland (0/0), T. Boe (0/3), H. L´abee-Lund (0/1),  E. Svendsen (0/4)
3. Österreich  (0+9)   (+9,7)
S. Eder (0/2), F. Pinter (0/3), D. Landertinger (0/1), C. Sumann (0/3)
4. Deutschland  (0+3)   (+21,0)
S. Schempp (0/2), A. Birnbacher (0/0), A. Peiffer (0/1), E. Lesser (0/0)